
Mit der D4 platziert der Hersteller sein neues Spitzenmodell unter den Spiegelreflexkameras innerhalb der Profiklasse. Dieses Flaggschiff verfügt über einen extremen ISO-Bereich von 100 bis 12.000 der sich auf 204.800 erweitern lässt. Aber auch nach unten scheinen die Grenzen zu zerfließen, da ISO 50 auch noch zur Wahl steht. Das lässt schon ahnen, dass man viel Geld (genaugenommen 5.930,-) hinlegen muss, wenn man stolzer Besitzer dieser Kamera werden will.
Das zeigt die D4 bereits mit ihrem Äußeren, dass einen hochwertigen Eindruck macht. Der Verschlussmechanismus besteht aus einem Kohle-Kevlar-Verbundmaterial, das 400.000 Auslösungen standhält, bevor es ausgetauscht werden muss. Die große Robustheit des Gehäuses ermöglicht Kameraeinsätze unter extremen Bedingungen. Im Inneren findet man einen CMOS-Sensor im FX-Format (Vollformat) mit einer Auflösung von 16,2 Megapixeln. Die Bildinformationen werden von einem flotten Nikon Expeed-3-Prozessor umgesetzt. Dieser ermöglicht eine schnelle Kanal-Datenauslese und die Realisierung von 11 Bildern pro Sekunde in der Serienbildfunktion – bei voller Auflösung. Die Videoaufzeichnung kann in verschiedenen Formaten gemacht werden. So stehen neben Full HD mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten gleichermaßen 1.080p-Aufzeichnungsmöglichkeiten im FX- und DX-Format zur Verfügung. Der Verschlusszeitenbereich beginnt bei 1/8.000 Sekunde und endet bei 30 Sekunden – die Blitzsynchronzeit kann jetzt bis 1/250 Sekunde eingestellt werden.
Das Autofokus-Modul (AF MultiCam3500FX) arbeit mit 51 Messfeldern, die einzeln anwählbar sind oder bei Bedarf bestimmte Bereiche mit 9, 21 und 51 Messfeldern fokussiert. Die Bildkontrolle kann mit dem 3,2 Zoll (8 cm) großen LCD Monitor durchgeführt werden, der eine Auflösung von 922.000 Bildpunkten bietet. Für eine besondere Farbtreue und der Umgebung angepasste Beleuchtung sorgen Antireflexbeschichtung und automatische Helligkeitssteuerung. Man kann aber auch den elektronischen Sucher mit einer 100-Prozent-Bildabdeckung benutzen, der drei Maskierungen anbietet: 5:4-, 1,2fach- und DX-Format. Für die Speicherung können CF-Karten (UDMA7) sowie XQD-Karten mit hohen Kapazitäten genutzt werden. Für die Übertragung zum PC sind WLAN und Ethernet Verbindungen zuständig.
Man kann sich also auf die ersten Praxistests mit dem neuen Flaggschiff von Nikon freuen und muss abwarten, wie sich die Anschaffungskosten noch entwickeln.

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