Camcorder, die in Standard Definition aufnehmen, bieten im Großen und Ganzen zwei verschiedene Auflösungsformate an: Sie lösen die Bilder entweder in 640 x 480 Bildpunkte oder in 720 x 480 Pixel auf. Die letztere Auflösung ist dem Breitwandformat 16.9 vorbehalten.
Verschiedene Bildraten und Auflösungen bei High Definition:Videos in High Definition werden grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten aufgenommen: Entweder werden Vollbilder aufgezeichnet. Diese Abtastung nennt sich auch ‘progressive’ und wird mit dem Kürzel ‘p’ hinter der Auflösung gekennzeichnet. Es können allerdings auch Halbbilder ausgelesen werden, wobei sich zwei Halbbilder jeweils zu einem Vollbild ergänzen. Durch die Trägheit des menschlichen Auges ”verschwimmen” die beiden Halbbilder zu einem vollständigen Bild. Diese Form der Aufzeichnung und Abtastung wird als ‘interlaced’ bezeichnet und ist durch das Kürzel ‘i’ markiert. Vollbilder bieten dabei den Vorteil, dass Bewegungen weicher abgebildet werden können. Sie müssen jedoch nicht notgedrungen eine höhere Auflösung aufweisen. Die höchste Form der Auflösung von High Definition ist das so genannte Full High Definition, auch kurz Full HD genannt. Bei Full HD zeichnet der Camcorder mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln auf. Diese Form des High Definition existiert als Vollbild- oder Halbbild-Version und wird entweder als 1080i oder 1080p gekennzeichnet. Bezahlbare Camcorder, die in Full HD aufzeichnen, findet man mittlerweile zu Hauf und hier finden Sie sie bei uns.
Die Bezeichnung ’1080i’ kann sich jedoch auch auf eine andere Auflösung beziehen, die nicht zum Full HD Standard zählt, sondern bei der Bilder in 1440 x 1080 Pixel aufgelöst werden. Des weiteren wird eine Auflösung in 1280 x 720 Pixel angeboten, die es nur im ‘progressive-Modus’ gibt und die daher auch unter der Bezeichnung ’720p’ zu finden ist.
Die Bilder können mit verschiedenen Raten aufgezeichnet und abgespeichert werden. Es besteht die Wahl zwischen 24, 25 oder 50 Bildern in der Sekunde (PAL-Norm). Dabei sorgt beispielsweise die 24-BpS-Rate für eine Ästhetik, die an Kinofilme erinnern soll. Ansonsten gilt: Je höher die Bildrate, umso weicher und ruckelfreier können Bewegungen aufgezeichnet werden.
Nachteile von High Definition:
High Definition muss nicht immer von Vorteil sein – vor allem in der Einsteigerklasse der Camcorder. So bieten Hersteller teilweise Geräte, die zwar eine hohe Auflösung aufweisen, jedoch mit vergleichsweise kleinen Sensoren ausgestattet sind. Dadurch müssen die einzelnen Pixel kleiner sein und enger beieinander liegen, um die Sensorfläche zu füllen. Aus diesem Grund nimmt allerdings die Lichtempfindlichkeit der Sensoren ab – die höhere Auflösung wird also oftmals mit einer schlechteren Videoqualität bei wenig Umgebungslicht erkauft.
Ein noch gravierenderes Problem ist die nachträgliche Bearbeitung des hoch aufgelösten Videomaterials. Die Aufzeichnung in High Definition generiert nämlich große Datenmengen, mit denen nicht jedes Schnittprogramm und jeder PC zurecht kommt. Daher haben Nutzer oft mit Systemabstürzen oder schlechter Performance zu kämpfen.



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