Canon EOS 5D Mark II im Test: Brillante Videos bei wenig Licht

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Die Canon EOS 5D Mark II kann jedenfalls keinen echten Camcorder ersetzten – dazu fehlen einfach zu viele Funktionen und zudem ist die Aufnahmedauer begrenzt: Nur etwa 12 Minuten lange Videoclips in Full HD können mit ihr aufgenommen werden. Zudem lassen sich die Datenrate und die Bildrate bei der Aufnahme nicht einstellen. Es wird stets mit 40 Mbit und 30 Bildern in der Sekunde gefilmt und gespeichert. Die Bildrate hat dabei Nachteile für den Schnitt. Sie müsste auf 25 Bilder in der Sekunde herunter gerechnet werden, was ein sehr aufwendiger und langatmiger Prozess ist. Zudem sollte die Canon EOS mit vielen Extras ausgestattet werden, um mit dem Canon XH vergleichbar zu sein. So nimmt beispielsweise ihr eingebautes Mikrofon alle Geräusche, wie das Betätigen der Schalter, Umgreifen mit der Hand und den Bildstabilisator, auf. Mit einem externen Mikrofon war die Tonqualität der Spiegelrefelxkamera jedoch brauchbar. Die Kamera ist recht schwer und beim Filmen nicht leicht zu bedienen – ein Stativ sollte ebenfalls benutzt werden. Ansonsten verwackeln viele Aufnahmen, wenn scharf gestellt oder die Brennweite verändert werden muss. Generell sei die Bildqualität in voller HD-Auflösung sehr gut und ”braucht den Vergleich zu analogen 35-Millimeter-Filmen nicht zu scheuen”, so der Testredakteur. Besonders gut ist die hohe Lichtempfindlichkeit der 5D Mark II. Sie bot zwei bis drei Blendenwerte mehr als der Camcorder XH A1s. ”Sensationell” fand der Tester auch die 22 ISO-Werte. Dabei ist das Bildrauschen recht gering: Selbst Aufnahmen mit ISO 3200 waren wenig verrauscht. Aber auch der XH A1s ist ”sehr lichtstark”, denn er besitzt drei CCD-Sensoren. Leider war der Camcorder etwas anfällig für Smear-Effekte, also ”ausgeblühte” helle Bereiche im Bild.

Insgesamt sei die EOS 5D Mark II eine ”erstklassige Foto-DSLR”, die jedoch ”denkbar ungeeignet für schnelle, unkomplizierte Fotos oder Familienclips” sei, so der Testredakteur. Dem Profi hingegen fehlen an der Kamera einige manuelle Einstellmöglichkeiten, sowie Kopfhörerausgang und Timecode.

Hier finden Sie den Test in einer Übersicht mit dem jeweiligen Testfazit in Kurzfassung.

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