Objektivanschlüsse:
| Kameraanbieter | Bajonett |
|---|---|
| Canon | Canon EF-S |
| Epson | Leica M |
| Fujifilm | Nikon-F |
| Leica | Four-Thirds-Standard, Leica M, Leica R |
| Nikon | Nikon-F |
| Olympus | Four-Thirds-Standard |
| Panasonic | Four-Thirds-Standard |
| Pentax | Pentax-K |
| Samsung | Pentax-K |
| Sigma | Sigma-SA |
| Sony | Minolta-A |
Standardobjektiv
Ein Objektiv, dessen Brennweite im Standardbereich liegt, nennt man Standard- oder auch Normalobjektiv. Diese Objektive bilden einen Blickwinkel, der zwischen 45 und 53 Grad misst, ab. Daraus ergibt sich eine Brennweite, die etwa 50 mm beträgt (Kleinbildäquivalent). Allerdings werden teilweise auch Objektive mit Brennweiten zwischen 35 und 65 mm als Standardobjektive bezeichnet. Standardobjektive eignen sich sehr gut für Portätaufnahmen oder Motive, die nicht allzu groß sind und in einer Entfernung von höchstens wenigen Metern vom Fotografen entfernt sind. Standardobjektive bilden sehr korrekt ab und zeichnen sich durch wenig Abbildungsfehler, etwa Verzeichnungen, aus. Außerdem sind sie sehr lichtstark (ca. 1:1,4 – 1:1,7). Daher werden sie gerne eingesetzt, wenn wenig Licht vorhanden ist und der Fotograf kein Stativ oder Blitzlicht einsetzen möchte. Der Bildwinkel eines Standardobjektivs entspricht ungefähr dem Blickwinkel des menschlichen Auges, wodurch die Perspektive, die diese Objektive abbilden, als besonders natürlich empfunden wird.
Weitwinkelobjektiv
Weitwinkelobjektive besitzen eine kleinere Brennweite als Standardobjektive. Das typische Weitwinkelobjektiv besitzt eine Brennweite von 28 mm. Als leichte Weitwinkel werden Objektive mit einer Brennweite von 35 mm bezeichnet. Besitzen Objektive eine Brennweite, die kleiner als 28 mm ist, dann spricht man von extremem Weitwinkel. Weitwinkelobjektive zeichnen sich durch ihre unnatürlich wirkende Perspektive aus. Sie bilden nahe Gegenstände groß ab, während etwas entfernte Objekte klein wirken. Aus diesem Grund eignen sie sich nicht für Porträts, denn Weitwinkel vergrößern die Nase einer frontal abgelichteten Person, aber verkleinern beispielsweise die Stirn und erzeugen so einen komischen Effekt. Die Objektive sind aber gut geeignet, um interessante Perspektiven darzustellen. So kann zum Beispiel ein riesig wirkender kleiner Gegenstand im Vordergrund mit einem Haus im Hintergrund kombiniert werden, das dann wie ein Puppenstübchen wirkt. Auffällig an Weitwinkelaufnahmen ist ebenfalls ihre große Tiefenschärfe. Oder, um im Bild zu bleiben: Sowohl der kleine Gegenstand als auch Haus können scharf abgebildet werden.
Teleobjektiv
Teleobjektive zeichnen sich durch ihre große Brennweite aus, die größer als die von Standardobjektiven ist und bei 65 mm beginnt und bis zu mehreren hundert Millimetern reichen kann. Teleobjektive werden typischerweise eingesetzt, um entfernte Objekte in größerer Darstellung abzulichten, sie also quasi dicht vor die Linse zu holen. Sie zeigen einen engeren Blickwinkel als es der Wahrnehmung des menschlichen Auges entsprechen würde. Durch den Aufbau aus mehreren Linsen ”verschlucken” die Teleobjektive mehr Licht als Standardobjektive, sind also lichtschwächer. Außerdem bilden sie mit einer geringeren Tiefenschärfe ab, wodurch ein einzelnes Motiv ”freigestellt” werden kann. D.h. das Motiv befindet sich im Bereich der Schärfe, während der Hinter- oder auch Vordergrund unscharf abgebildet wird. Ein weiteres Merkmal von Aufnahmen mit Teleobjektiv ist die Verdichtung des Raums. Es entsteht in Teleaufnahmen der Eindruck, dass Objekte im Vordergrund und im Hintergrund sehr nah beieinander liegen. Den Effekt kennt man von Tierfilmen: Wurde ein hoher Telebereich gewählt, erscheint es oft so, als schleiche ein Raubtier mitten durch eine völlig gelassene Antilopenherde. Das ist jedoch eine optische Illusion und kein Versagen der Wachsamkeit der Tiere.


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