Neugierig gemacht hatte den Tester die Werbestrategie von Panasonic. Die versprach besonders große Pixel auf dem Sensor, eine hohe Lichtstärke und wenig Bildrauschen. Dazu verglich der Tester RAW-Dateien (RPP), die ohne Rauschunterdrückung aufgezeichnet werden. Um den Vergleich möglichst gerecht zu gestalten, mussten die Bilder der Panasonic-Kamera nachjustiert werden, da die LX3 RPP nicht unterstützt. Die Bilder der Canon G10, die mehr Megapixel bieten, mussten verkleinert werden. Das Testbild bei ISO 800 zeigte – und das ist erstaunlich – keine allzu gewaltigen Unterschiede beim Rauschverhalten und der Abbildung feiner Details. Allerdings zeigte sich die Panasonic LX3 bei der Abbildung von besonders dunklen Bildbereichen der Canon G10 überlegen – hier schlägt der große Sensor der LX3 positiv zu Buche. Generell wirkten die Bilder der LX3 jedoch etwas flacher und kontrastärmer als die der Canon-Konkurrenz. Bei den Blendenwerten war die LX 3 im Vorteil: In jeder Brennweite bot sie mehr Blendenstufen als die Powershot G10.
Der Bildvergleich stimmte den Tester etwas nachdenklich: Bei so wenig Unterschieden sei es schwierig zu behaupten, dass die LX3 tatsächlich die (um Längen) bessere Kamera für Low-Light-Aufnahmen sei. Zumindest könne man der G10 bescheinigen, dass sie sehr gute Aufnahmen bei wenig Licht zustande bringt.
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