Die Spiegelreflexkamera Leica S2 löst in astronomische 37,5 Megapixel auf und besitzt einen besonders großen Sensor (30 x 45 mm). Dieser Sensor ist im Vergleich zu digitalen Spiegelreflexkameras mit sogenanntem Vollformatsensor um 59% größer. Damit rückt die S2 in den Bereich des analogen Mittelformats vor – also in ein Gebiet, dass typischerweise professionellen Fotografen mit ihrer riesigen Ausrüstung und den extra großen Negativen vorbehalten war. Nicht so die Leica S2. Sie ist dank neuer Technologie, die schon vollmundig angekündigt worden war, eine kompakte Spiegelreflexkamera geblieben. Um die kompakte Bauweise zu erreichen, hat Leica neue Linsen und ein neues Verschlusssystem (Dualverschlusssystem) entwickelt. Nähere Angaben möchte Leica erst 2009 machen.
Allianz mit Phase One: Umbruch in der Geschichte der Fotografie?
Leica ist eine Allianz mit Phase One eingegangen; einer Firma, die ebenfalls neue und immer größere Sensoren entwickelt. Die Leica S2 soll, laut golem.de, die erste Kamera sein, die aus dieser Zusammenarbeit hervorgegangen ist. Die neue Leica S2 sei ein Meilenstein der Fotogeschichte, so hört man allenthalben. Firmensprecher vergleichen sie mit der wohl legendärsten Leica, der Leica A aus dem Jahr 1925. Diese hatte zusammen mit anderen den Ruf des Unternehmens begründet, weltweit führend auf dem Gebiet der Fotografie zu sein. Ob das mit der S2 auch gelingt? Vermutlich nicht, denn heute ist Spitzenqualität zumeist nur zu hohen Preisen erhältlich, was den Kundenkreis einer Kamera erheblich einschränkt.

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