Das Foto & Video-Blog für Verbraucher

Olympus Pen E-PL3 mit 14-42 Zuiko: Fast DSLR-Standard

Die Pen-Serie hat gut im Markt platzieren können und gehört inzwischen zu den beliebtesten spiegellosen Systemkameras. Besonders werden Gewicht, Maße und Komfort einer echten Spiegelreflexkamera geschätzt. Da es sich um eine echte Systemkamera handelt, kann man nach eigenem Belieben und Geldbeutel das entsprechende Objektiv aufsetzen.

Die hier vorgestellte Pen-Version der E-PL3-Kamera ist mit einem digitalen M.Zuiko-Objektiv der unteren Klasse versehen. Dafür wird das Kamera-Kit auch erschwinglich (bei amazon rund 500,-). Bei einer Anfangsblende von f/3,5 kann man keine Höchstleistungen erwarten, jedoch bei guten Lichtverhältnissen auch qualitativ hochwertige Aufnahmen machen. Da der Micro-FourThirds-Sensor nur halb so groß wie ein Kleinbildfilm ist, verdoppelt sich die Brennweite von 14 bis 43 Millimetern auf ein Kleinbildformat von 28 Millimeter Weitwinkel und 84 Millimeter Tele, bei letzterem mit einer Blende von f/5,6. Der integrierte mechanische Bildstabilisator sorgt dann dafür, dass die Bildinformationen scharf auf dem Sensor abgebildet werden können. Gleichzeitig arbeitet ein kontinuierlicher Autofokus mit 23 Messfeldern, der mit einem Kontrast-Autofokus gekoppelt ist und sogar die Gesichtserkennung beherrscht, um diese genau zu fokussieren.

Wer sich intensiv mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der PL3 beschäftigt, entdeckt schnell die Vielfalt einer professionellen Spiegelreflexkamera, Man aber gänzlich darauf verzichten und sich den vielen Motivautomatik-Programmen hingeben. Diese Einstellungen helfen gerade dem Anfänger in der Fotografie über die ersten Hürden hinweg und verschaffen entsprechende Erfolgserlebnisse. Olympus hat ganz bewusst die Profi-Einstellungen etwas tiefer in der Menüstruktur versteckt, damit der unbedarfte Anfänger nicht abgeschreckt wird. Ob man nun Serienbilder mit fünf Aufnahmen pro Sekunde erstellen möchte, oder lieber ein Video mit 720p aufnehmen möchte, ist mit wenigen einfachen Einstellungen möglich.

Für den Gelegenheitsfotografen mag das M.Zuiko-Zoomobjektiv noch gerade ausreichend sein. Jedoch muss mit steigenden Ambitionen den Zukauf lichtempfindlicherer Objektive einkalkulieren. Daher sollten alle Freunde der kompakten Kameragehäuse vor dem Kauf genau überlegen, ob das hier erwähnte Objektiv den Ansprüchen gerecht wird.


Canon Legria FS46: Camcorder der Superkompaktklasse

Ohne auf den Komfort und die gute Ausstattung der größeren Schwestermodelle verzichten zu müssen, kann man mit dem Winzling, der einfach in der Hand verschwindet, fast unbemwerkt seine Video-Aufzeichnungen machen oder schnell mal ein Foto. Mit angeklapptem Display ist die kleine FS46 aus der Legria-Bauserie nicht größer als 60 x 60 120 Millimeter und kommt auf ein Gesamtgewicht von 220 Gramm.

Besonders interessant ist die Unterschreitung der von Canon ausgesprochenen Verkaufsempfehlung von 269 EUR. Schon kurz nach der Veröffentlichung des Camcorder wurde dieser bei amazon (rund 195,-) bei weitem nicht so teuer angeboten. Im Inneren findet man den gleichen DIGIC II Prozessor vor, den man auch in größeren Bauserien antrifft. Die 41fach zoomende Canon-Optik ist stark genug, um die Konkurrenz der Videoaufnahmen mit Digitalkameras in die Schranken zu verweisen. Nutzt man die volle Länge des digitalen Zoonvorgangs kommt man sogar auf 2000fach, was aber stark an der Bildqualität nagt. Für diese ist der altbekannte CCD-Sensor verantwortlich, der immer noch wegen seine Farbkraft und dem fehlenden Rolling Shutter sehr beliebt ist. Der Sensor kommt im 1/6-Format mit einer Auflösung von 8 Megapixeln daher und ist für Standard –Videos vollkommen ausreichend. Die Speicherung erfolgt sowohl auf einen internen 8 GByte großen Flash-Speicher und kann mittels Erweiterung durch SD(HC/XC)-Karten entsprechend vergrößert werden.
Durch den Dual-Shot-Modus lassen sich Videos gleichermaßen wie Fotos, ohne Veränderungen der Camcorder-Einstellungen aufnehmen. Im so genannten Pre-Rec-Modus werden die Bilder in einem flüchtigen Drei-Sekunden-Speicher abgelegt, damit den Anfang einer interessanten Szene genauer verfolgen kann. Die Schnappschussfunktion erstellt je nach Einstellung Mini-Clips in einer Länge von zwei, vier oder acht Sekunden – gewissermaßen ein voreingestellter Videoschnitt. Für diesen legt der Hersteller aber auch ein spezielles Programm dazu und lässt die DVDs mit einer Anwendung gleich brennen.

Diverse Aufnahmemodi bringen einen gewissen Komfort mit, um die richtigen Einstellungen automatisch anzuwählen. Es bleibt abzuwarten wie lichtstark das 41-Millimeter-Weitwinkel arbeitet und wie die Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen sein wird.


Polaroid i1237: Falsches Konzept

Frei nach der alten Volksweisheit „Schuster bleib bei deinen Leisten“ kann man das auch dem Hersteller vorhalten. Denn bei der Produktion von Sofortbildkameras war Polaroid weltweit unschlagbar und immer die Kamera der Wahl. Für digitale Kompaktkameras fehlt entweder das Knowhow oder die Marketingabteilung machte den großen Fehler, einer extrem schlechten chinesischen Produktion den Firmennamen zu verpassen.

Allein der gute Name zählt nicht, wenn man eine digitale Kompaktkamera der untersten Qualitätsstufe verkaufen will. Denn selbst Kinderaugen würden etwas enttäuscht dreinblicken, wenn sie die Ergebnisse ihrer fotografischen Künste begutachten sollen. Folgt man den negativen Käuferrezensionen auf amazon, wo die Kamera inzwischen für rund 40 EUR angeboten wird, klickt man besser gleich zu einem anderen Anbieter, der für ähnliche Summen deutlich bessere Qualitäten zu bieten hat. So ist man beispielsweise gezwungen, bei der 12 Megapixel großen Auflösung zu bleiben und keinerlei Einstellungen vorzunehmen. Eine Veränderung führt jedes Mal zu erschreckenden Ergebnissen, die sich in Blauverfärbung, Gelbstichigkeit und sogar deutlich sichtbaren Streifen darstellen. Da trösten dann die tollen technischen (theoretischen) Angaben auch nicht über die schlechte Bildqualität hinweg. Eine sehr ruhige Hand muss man beim Auslösen ebenfalls besitzen, da der kleinste Wackler sofort auf das Bildergebnis übertragen wird. Unscharfe und stark rauschende Fotos sind dann das Ergebnis.

Optisch macht die kleine Polaroid einen guten Eindruck und bietet für das kleine Geld auch eine gute Ausstattung, die sich sehen lassen kann. Unbedarfte Fotografen zeigen sich auch durchaus zufrieden mit der kleinen Kompaktkamera. Man muss die Ansprüche an Bildqualität einfach auf Null zurückfahren und schon hat man einen guten Kauf getätigt. Ein 3fach optisches Zoom wird von einem 5fach digitalen unterstützt und holt dann das Motiv entsprechend nah heran. Das 2,7 Zoll große Display bietet eine relativ gute Darstellung der Aufnahmen an. Der interne Speicher von nur 32 MByte muss natürlich durch den Zukauf einer SD-Karte ergänzt werden, da man nur wenige Aufnahmen dort ablegen kann.

Für ein schnelle Youtube-Video oder einen Schnappschuss (bei sehr ruhiger Hand) mag die Kamera ins Handschuhfach des Autos passen, aber nicht in die Hand eines Menschen, der gerne fotografiert.


Hugyfot HFN-D7000: Erfahrung in Referenzwerte umgesetzt

Der Hersteller kann sich auf die größte Erfahrung im Bau von Unterwassergehäusen berufen, da seit 1953 kein anderer Hersteller seine Produkte kontinuierlich weiterentwickeln konnte. Die daraus entstandene hohe Verarbeitungsqualität erreichte inzwischen Referenzwerte, an denen sich die Konkurrenten orientieren müssen. Hinzu kommt das im Jahre 2007 ins Leben gerufene HugyCheck System, das weltweit dafür sorgt, einen Wassereinbruch zu verhindern.

Seit 2008 gehört dieses Sicherheitssystem, das mit dem bekannten Taucher Andy Voeltz entwickelt wurde zur Serienausstattung aller Unterwassergehäuse und es musste seit dem noch keiner den Verlust seiner Kamera durch Feuchtigkeit einbüßen. Beim HugyCheck System wird der traditionelle Feuchtemelder mit einem Drucksensor innerhalb des Gehäuses kombiniert. Vor dem Tauchgang wird mittels Druckpumpe die Luft aus dem Gehäuse entfernt bis eine grüne LED aufleuchtet. Damit hat man bereits an Land eine Tauchtiefe von 2,5 Metern simuliert. Dann wartet man etwa 20 Minuten ab, ob sich die grüne LED in eine wildblinkende rote verwandelt, was eine Undichtigkeit signalisieren würde. Bei gleichbleibend grüner LED kann dann der Tauchgang gestartet werden.

Hugyfot bietet eine Vielzahl an Kamerakombinationen, Zubehör und Adaptern an, die zur Nikon- und Canonwelt gehören. Die leichte Einhandbedienung der Kamera unter Wasser macht das Fotografieren und Filmen sowohl in Schnorcheltiefe, als auch großen tiefen bis maximal 100 Metern besonders attraktiv. Die patentierte Einhandbedienung besteht aus einer Handschlaufe mit Auslösehebel, die einen Führungsgriff auf der Seite überflüssig macht. Laut Hersteller erleichtert diese Konstruktion das fotografieren im Hochformat und ermöglicht extrem bodennahe Perspektiven.

Beim hier vorgestellten Modell kann man eine Nikon D7000 im Inneren sicher unterbringen. Das seewasserbeständige eloxierte Aluminiumgehäuse wiegt rund 2.800 Gramm und macht einmal abgesehen von den Kunststoffhebeln einen sehr wertigen Eindruck. Zum Lieferumfang gehören eine Blitzbuchse, ein Ersatz-O-Ring, ein Werkzeug-Set, Fett für die Pflege des O-Rings, eine Frontabdeckung, zwei montierbare Griffe mit Kugel, die HugyCheck-Vakuumpumpe und eine Handschlaufe. Ohne Blitzaufsatz muss man beim Kauf 2.350 EUR hinblättern und kann seine Kamera in Sicherheit bringen.


JVC GZ-HM960: Gute Lichtstärke punktet

Der Hersteller hat seiner GZ-HM960 ein neues Objektiv mit sehr guter Lichtstärke und verbessertem Weitwinkel spendiert. Damit werden Videofilmer optimale Bedingungen auch bei schwächeren Lichtverhältnissen geboten. Trotz der ausgezeichneten Bildqualität des Top-Modells von JVC, wendet sich der Hersteller mit diesem Camcorder eher an den Anfänger, als an den fortgeschrittenen Filmer.

Denn dafür mangelt es der HM-960 noch an manuellen Einstellmöglichkeiten und auch bei der Tonqualität wurde etwas geschludert, da diese nicht Standardansprüchen genügen kann. Auch die Bedienung könnte einfacher gestaltet sein. Der sehr kompakte Camcorder passt mit seinen rund 12 x 5 x 6 Zentimetern und einem Gewicht von 370 Gramm in jede Jackentasche und wird so zum unauffälligen Begleiter. Die hohe Bildqualität wird durch das lichtstarke Objektiv, das mit einer Anfangsblende von f/1.2 deutlich punkten kann und die Bildinformationen an einen 1/2,3-Zoll CMOS mit 10,6 Megapixeln Auflösung weiterleitet. Diese Blende wird an der verbesserten Weitwinkel-Brennweite 29,5 Millimetern realisiert. In 13 manuellen Stufen lassen sich die Blenden anwählen, die mit dem 10fach optischen Zoom bis in den Telebereich von 295 Millimetern angewählt werden können.

Sehr irritierend ist der 3D-Schriftzug auf der Rückseite des Displays, der zu falschen Schlussfolgerungen Anlass gibt. Die 3D-Fähigkeit betrifft ganz alleine das hervorragende 3,5 Zoll große und sehr helle Display – 3D-Aufnahmen sind mit der 960er natürlich nicht möglich. Nach Umschaltung ist dann die Betrachtung von 3D-Inhalten ohne Brille möglich, was aber unterm Strich keinen echten Sinn macht. Die 2D-Aufnahmen liefern auch bei Dämmerlicht bis hinunter zu 5 Lux natürliche Farben und eine saubere Auflösung. Die Aufzeichnung erfolgt im AVCHD-Format mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten mit 50 interlaced Bildern pro Sekunde. Gespeichert wird auf SD(HC/XC)-Karten und dem 16 GByte großen internen Flash-Speicher.

Man kann den Camcorder bei amazon (rund 530,-) erwerben, wenn man mit den kleinen Einschränkungen (Ton und Bedienung) leben kann und großen Wert auf die Bildqualität legt.


Liquid Image Summit: Endlich auch in HD 1.080p

Die Produkte des amerikanischen Herstellers Liquid Image machen zwar den Besitzern viel Spaß, jedoch sind es keine billigen Fun-Produkte, die man eben mal anschafft und unzufrieden wieder in die Ecke wirft, wie es mit vielen Brillen- und Helmkameras der Fall ist. Hochwertige Materialien und beste Technik werden solide für den jeweiligen Einsatzzweck verarbeitet. So sieht es auch bei der neuen Skibrille Summit aus, die endlich die Videoaufzeichnungen in HD mit 1.080p realisieren kann.

Der Hersteller gibt als maximale Auflösung 1.440 x 1.080 Bildpunkte an und nicht wie in einigen Angeboten die Full HD Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln genannt wird. Die Aufzeichnung erfolgt bei der hohen Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde, bei 1.280 x 720 lässt sich diese sogar verdoppeln. Der 5 Megapixel große CMOS-Sensor kann durch Interpolation beim Einzelbild auf 12 Megapixel vergrößert werden. Filme werden im H.264- und Bilder im JPEG-Format abgespeichert. Für diesen Zweck kann man Micro-SD/HC-Karten bis zu einer Speicherkapazität von 32 GByte einsetzen. Bei voller Ausnutzung des Speichers käme man auf eine Videozeit von 10 Stunden bzw. 50.000 Aufnahmen mit einer Auflösung von 4.000 x 3.000 Bildpunkten.

Die mittig im oberen Brillenrahmen eingesetzte Optik besteht aus einer Linse mit Festbrennweite und einer Blende von f/3.2 mit einem Fokus von 1,20 Meter bis Unendlich. Die ISO-Einstellung der Weißabgleich sollen automatisch funktionieren und ein kleines Status-Display informiert über den jeweiligen Aufnahmezustand. Ein integriertes Mikrofon zeichnet die Umgebungsgeräusche und die Kommentare des Trägers auf. Der 1.200 mAh-Akku soll eine Laufzeit von 90 Minuten im Video-Modus ermöglichen und kann mit dem Ladekabel via USB wieder aufgeladen werden. Als Skibrille soll die Summit voll tauglich sein und den gehobenen Ansprüchen gerecht werden.

Man kann die Summit bei amazon in Weiß und in Schwarz (399,-) erwerben, wenn man wirklich gute Actionvideos aufzeichnen möchte. Schlechtere Brillen gibt es zu Hauf, erfüllen aber nicht annähernd die erwartete Qualität.


Pen E-PM1 Kit 14-42mm: Einstieg in die Systemfotografie

Die edle und recht beliebte Pen-Serie hat mit der E-PM1 endlich ein kleines Schwestermodell bekommen, das den Einstieg in den Sektor der spiegellosen Systemkameras ermöglicht. Viele ambitionierte Fotografen stellen sich vor dem Kauf einer kompakten Zweitkamera die Frage, ob man sich eine hochwertige Kompaktkamera kaufen sollte oder lieber gleich eine Systemkamera im Mini-Format.

So ist die PM1 als Kit mit einem Zuiko 14-42 Millimeter Objektiv bei amazon (rund 415,-) erhältlich und stellt eine interessante Alternative zu den hochwertigen Kompaktkameras dar. Denn nicht allein die geringen Maße des edel anmutenden Metallgehäuses mit seiner matten Lackierung überzeugt, sondern auch das Gesamtgewicht von 380 Gramm mit aufgesetztem Set-Objektiv. An der glatten Frontseite ist lediglich der Verriegelungsknopf des Bajonett-Verschlusses sichtbar und so setzen sich die klaren Linien im restlichen Design fort. Trotz des 3,0 Zoll großen Displays auf der Rückseite bietet die Kleine noch Platz für weitere Bedienelemente. Da die Kamera im Verhältnis 4:3 aufnimmt, kollidiert das Format mit der Display-Anzeige von 16:9 und es entstehen links und rechts schwarze Balken. Da ist die Überlegung den Blitzschuh mit einem elektronischen Sucher aufzurüsten naheliegend. Erst dann ist die Motivdarstellung zu 100 Prozent möglich.

Die Pen E-PM1 Systemkamera glänzt mit einer Vielzahl Ausstattungsmerkmalen und Funktionen, die auf den ersten Blick nicht zu entdecken sind, da diese in den tieferen Ebenen des Steuerungsmenüs vergraben sind. So können unbedarfte Einsteiger in die gehobene Fotografie Schritt für Schritt vom iAUTO-Modus mit seinen über 20 Motivprogrammen langsam in die manuellen Einstellungen geführt werden. Die fortgeschrittenen Fotografen hingegen können eine derartige Vielzahl an Einstellmöglichkeiten nutzen, die sie von großen Spiegelreflexkameras her gewohnt sind. Freunde der Videoaufzeichnung kommen bei der Full HD Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten ebenfalls nicht zu kurz.

Beim Kauf einer Olympus Pen E-PM1 mit dem Standardobjektiv kann man eigenlich nichts falsch machen, da auch an der Bildqualität nichts zu mäkeln ist – mehr dazu im folgenden Bericht.


Casio Exilim EX-ZS15: Mit großem Touchscreen

Das 3,0 Zoll (7,6 Zentimeter) Display mit Touchscreen-Funktionen stellt die Besonderheit der neuen Exilim dar. Und man muss es gleich vorwegnehmen, dass diese Art der Benutzersteuerung nicht unbedingt für jeden geeignet ist. Neben schnell dem springenden Menüwechsel in ungewollte Optionen, was an den Nerven des Benutzers zerren kann, dient das Display auch als Auslöser, was eigentlich überflüssig ist, da ein normaler Knopf dafür vorhanden ist.. Die relativ geringe Auflösung von 230.400 Bildpunkten ist bei den geringen Anschaffungskosten von 99 EUR (bei amazon) noch vertretbar.

Die schicke ZS-15 wird in Silber, Schwarz und Rot angeboten, was dem Metallgehäuse den dezenten Glanz verleiht. Rund um dem Auslöser befindet sich der gewohnte Drehring für das Zoomobjektiv. Das ist so praktisch, dass es auch bei anderen Herstellern (Nikon) zu finden ist. Das Zoomobjektiv arbeitet optisch mit einer 5fach Vergrößerung. Ein 4fach digitaler Zoom lässt sich zusätzlich einsetze, was man aber tunlichst unterlassen sollte, da die Bildqualität enorm leidet. Sechs Linsen sind in fünf Gruppen angelegt, eine davon ist asphärisch. So hat man eine Brennweite von 26 Millimeter (Weitwinkel) bis hin zu 130 Millimeter (Telebereich), die das Motiv zu einem 14 Megapixel großen Sensor weiterleitet. Leider hat der Hersteller hier noch keinen BSI-Sensor (mit Hintergrundbeleuchtung) im Angebot, was die Aufnahmequalität bei schlechten Lichtverhältnissen stark aufwerten würde. Auch die Anfangsblende von F3,2 könnte etwas besser ausfallen, da die Konkurrenz für gleiches Geld manchmal mehr bietet.

Mit einem separaten Auslöser startet man die Videofunktion, die mit einer maximalen Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten 30 Bilder pro Sekunde aufzeichnet. Viele Automaikfunktionen und eine Gesichtserkennung erleichtern gerade dem Anfänger in der digitalen Fotografie den Einstieg. Setzt man die Ansprüche an die Bildqualität nicht zu hoch an, wird man mit der kleinen Exilim zufrieden sein.


Kodak Playfull Dual: Auslieferung ungewiss

Der Hersteller hat die Auslieferung der neuen Playfull Dual-Kamera für März 2012 angekündigt und Pessimisten wollen nicht so recht daran glauben. Kodak leidet seit einiger Zeit unter chronischem Geldmangel, was letztendlich auch die Produktion negativ beeinflusst. Dabei könnte der kompakte Camcorder mit besonders guter Fotofunktion und geringen Anschaffungskosten von nur 180 EUR viele Interessenten finden.

Das Playfull-Modell ist bereits seit einiger Zeit auf dem Markt und wurde jetzt durch den Namenszusatz Dual-Kamera technisch aufgewertet. Fand man beim Vorgängermodell noch einen 5,3 Megapixel großen Sensor vor, kann man sich nun an 12 Megapixeln erfreuen. Der neue CMOS-Sensor besitzt eine Hintergrundbeleuchtung (BSI), die für eine bessere Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen sorgen soll. Die Bildstabilisierung erfolgt digital, was auf den ersten Blick nicht überzeugend wirkt. Die Linse arbeitet mit einer Festbrennweite von 4,7 Millimetern bei einer Lichtempfindlichkeit von 1:2,6 und kann auch in den Makromodus geschaltet werden. Die Motivannäherung kann bis 10 Zentimeter erfolgen.

Die Videos werden entweder im Full HD Modus mit 1.080p bei 30/60 Bilder pro Sekunde im H.264-Foramt aufgezeichnet oder man entscheidet sich für die einfache HD Auflösung mit 1.280 x 720 Bildpunkten und kann mit 120 Bilder pro Sekunde das Video speichern. Brauch man 240 Bilder pro Sekunde, muss man noch eine Stufe in der Auflösung auf 848 x420 herunterfahren. Bei den Fotos stehen zwei 4:3-Formate mit 12 Megapixel und 6 Megapixel sowie ein 16:9-Bild mit 9 Megapixeln zur Verfügung. Serienbilder sind bis zu einer Geschwindigkeit von 1,7 Bildern pro Sekunde möglich. Ein USB 2.0-Port, ein AV-Anschluss sowie ein HDMI-Ausgang sorgen neben dem Kopfhörer- und Stereo-Mikrofoneingang für die Verbindung mit anderen Geräten.

Es bleibt also abzuwarten, ob Kodak sich aus der Finanzkrise erholte und seine Produktion planmäßig weiter durchführen kann. Der Playfull Dual-Camcorder ist durch seine sehr kompakte Bauweise und recht guten technischen Eigenschaften eine interessante Anschaffung.


Canon PowerShot G1 X: Neues Topmodell unter den Kompakten

Man nehme ein kleines, edles Metallgehäuse aus der Kompaktklasse und packe all den technischen Komfort einer Spiegelreflexkamera hinein, sowie eine Full HD Videofunktion und man erhält Canons neues Topmodell unter den digitalen Kompaktkameras. Die PowerShot G1 X soll ab Februar 2012 für rund 750 EUR erhältlich sein und dem stolzen Besitzer ganz neue Perspektiven in der Fotografie eröffnen.

Der 14,3 Megapixel große CMOS-Sensor ist 18,7 x 14,0 Millimeter groß und schafft mit einem Abbildungsverhältnis von 4:3 einen ähnlichen Faktor wie die APS-C-Sensoren der DSLR-Klasse. Der relativ große Sensor soll dem Fotgrafierenden genügend Spielraum mit der Schärfentiefe überlassen. Das Objektiv besteht aus 11 Linsen in 10 Gruppen und kann eine Brennweite von 28 bis 112 Millimeter (KB-Format) nutzen. Das 4fach optische Zoomobjektiv kann digital mittels Telekonverter bis auf 16fach ausgenutzt werden. Die mechanische Bildstabilisierung erfolgt mittels Lens-Shift in vier Stufen, die vom Intelligent IS gesteuert werden. Diese intelligente Stbilisierung wählt aus sieben verschiedenen Möglichkeiten die zur Situation passende Einstellung aus.

Das 3,0 Zoll (7,5 cm) große Display ist voll schwenk- und drehbar. Es bietet dem Betrachter eine Auflösung des Motivs von 920.000 Bildpunkten an, das aus vielen verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen werden kann. Die Besonderheit an der Kompaktkamera ist jedoch der optische Sucher, der als Realbild-Zoomsucher mit Dioptrienausgleich arbeitet. Mit dem Komfort einer EOS-Kamera kann der Käufer dank der vollständig manuellen Steuerung rechnen. Da bleibt nichts mehr dem Zufall überlassen, da Belichtungskorrektur, Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich voll in den Händen des Fotografen liegen. Die Speicherung der Aufnahmen kann im RAW-Format erfolgen, damit eine spätere, verlustfreie Bildbearbeitung ermöglicht wird.

Mit der separaten Movie-Taste lassen sich Full HD Videos mit 1.080p bei 24 Bildern pro Sekunde aufnehmen, die via HDMI-Anschluss direkt an den HD-Fernseher oder Monitor gleitet werden. Um die Ausstattungsmerkmale zu komplettieren, seien noch Serienbildaufnahmen mit 4,5 Bilder pro Sekunde, Smart Auto mit Mehrbereich-Weißabgleich, der HDR-Modus und der integrierte ND-Filter genannt.

Die G1X aus der PowerShot-Serie kann auch mit einem speziellen Unterwassergehäuse erworben werden, das für eine Tauchtiefe bis 40 Meter geeignet ist.


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