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JVC GZ-GX 1: Full HD mit 50 Bildern pro Sekunde

Bereits auf der CES 2012 zu bewundern gewesen kommt der neuen Camcorder GZ-GX 1 in den deutschen Handel und kann für knapp 700,- erworben werden. Ein Camcorder mit einer Aufzeichnungsqualität von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bei 50 Vollbildern pro Sekunde gehört schon zur gehobenen Klasse. Weiter Ausstattungsmerkmale, die zur Verbesserung der Bildqualität und zur Vereinfachung der Handhabung beitragen zeichnet die neue Videokamera aus.

Der neue CMOS-Sensor wird rückseitig belichtet und verfügt über 10,6 Megapixel, der effektiv jedoch 4,77 Megapixel besitzen soll. Die BSI-Technik sorgt vor allem für gute Aufnahmequalität bei schlechten Lichtverhältnissen. Der Hersteller nennt dies Super LoLux, wodurch die Farbtreue erhalten bleiben soll, selbst wenn die Umgebung stark abgedunkelt ist. Alle neuen Everio-Modelle sind mit einem optischen Bildstabilisator (A.I.S) ausgestattet, der bei unruhiger Kameraführung stark ins Geschehen eingreift und die Aufnahmen scharf festhält. Das System soll bei Weitwinkelaufnahmen den Wirkungsbereich erhöhen, sodass umfangreiche Korrekturfunktionen zur Verfügung stehen. Dabei bleibt das Full HD Format erhalten und die Videos werden noch scharf, wenn Motiv und Filmender sich gleichzeitig bewegen. Das hier anzutreffende GT-Zoomobjektiv arbeitet mit einer Lichtstärke von F/1,2 , dass auch schlechte Lichtverhältnisse noch Spaß am Filmen bringen können. Das 10fache Zoom holt dann die Motive in greifbare Nähe, wobei das Mikrofon über die gleiche Zoomfunktion verfügt. Ein zusätzlicher Mikrofoneingang ermöglicht für die Anbringung eines höherwertigen Mikrofons. Ein LED-Licht und eine Blitzfunktion für Einzelaufnahmen sind oberhalb des Objektivs in die Kamera integriert. In den Zubehörschuh lässt sich neben Mikrofon auch weiteres Zubehör wie Beleuchtungseinheiten einschieben. Ein besonderes Schmankerl ist das 3,5 Zoll (8,9 Zentimeter) Touchdisplay zur Aufnahmekontrolle und Menüführung. Neben der Gesichtserkennung wurden auch eine Lächelerkennung und eine für Haustiere in die Programmautomatik eingefügt.

Weiteren Highlights des GZ-GX1-Camcorders sind WLAN-Unterstützung, Linsenabdeckung und eine Fernbedienung, die das Gesamtpaket abrunden.


Olympus TG-1: Einsatzfähig in allen Bereichen

Der Hersteller beschreibt seine neue Kompaktkamera für den Outdoor-Bereich als härteste Kamera, die sie je produziert haben. Ein doppelter Verschlussmechanismus in der Abdeckung von Akku, Kartenslot und allen Anschlüssen sorgt für eine hermetische Sicherung des elektronischen Innenlebens. Das Resultat besteht dann daraus, dass die Kamera Schmutz und Staub leicht abwehren kann und zur Reinigung einfach unter fließendes Wasser gehalten werden kann.

Wer mehr im nassen Milieu vorhat, kann die TG-1 problemlos zum Schnorcheln mitnehmen und sogar Tauchtiefen bis 12 Meter erreichen. Da die Lichtausbeute in einer derartigen Tiefe schon stark abnimmt, muss das Objektiv sehr lichtempfindlich sein, damit die Aufnahmen noch gelingen können. So hat der Hersteller der Outdoorkamera ein Objektiv mit einer Lichtstärke von 1:2,0 spendiert, das die Bildinformationen an einen 12 Megapixel großen CMOS-Sensor weitergibt. In Zusammenarbeit mit dem TruePic VI-Bildprozessor sollen dann hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Selbst bei einer ISO-Obergrenze von 6.400 sollen noch brauchbare Fotos entstehen. Für die Bildschärfe ist normalerweise die Autofokus-Funktion zuständig und hier hat die kleine TG-1 von den großen Schwestermodellen der PEN-Serie eine Erbschaft angetreten. Das hochwertige Fast AF (Autofokus) erfasst auch bei schlechten Lichtverhältnissen schnelle bewegliche Motive und stellt diese scharf. Positiv wirkt sich ebenfalls die Hintergrundbelichtung des Sensors auf das Bildrauschen aus.

Wenn es einmal ruppig zugeht, macht es der TG1 Toughkamera nichts aus – sie darf aus einer Höhe von zwei Metern auf harten Boden aufschlagen und steckt dies schadlos weg. Ein versehentliches Treten auf die am Boden liegende Kamera ist halb so schlimm, da das robuste Gehäuse einen Druck bis 100 Kilogramm locker wegsteckt. Auch Wintersportler kommen auf ihre Kosten, wenn die Außentemperaturen nicht unter minus 10 Grad Celsius fallen – Skiwanderungen und Abfahrten können dann im Full HD Videomodus dokumentiert werden. Gleichzeitig lässt sich auch das GPS-Modul fürs Geotagging nutzen und Fahrten und Wanderungen aufzeichnen. Die Bildkontrolle erfolgt über ein lichtstarkes OLED-Display mit einer Größe von 3,0 Zoll und einer Auflösung von 610.000 Bildpunkten.

Olympus bietet viel Kamera für 399,- und eröffnet weitere Möglichkeiten mit reichhaltigem und wassergeschütztem Zubehör. Telekonverter, FishEye-Linse und ein zusätzliche Unterwassergehäuse für Tauchtiefen bis 45 Meter hat nicht jeder im Programm.


Minox DC 1422: Bildstabilisator ein Fremdwort?

Auch wenn die DC1422 im unteren Segment der digitalen Kompaktkameras angesiedelt wird, sollte der Hersteller wenigstens den Begriff „Bildstabilisator“ in seiner Produktbeschreibung erwähnen. Da nützt es wenig, dem unbedarften Hobbyfotografen zu vermitteln, dass der Autofokus mit einer geringen Auslöseverzögerung arbeitet, was in dieser Käufergruppe ohnehin nicht verstanden wird. Andere Hersteller wie Nikon sind dagegen vorbildlich und sprechen auch bei den kleinsten Modellen noch über alle technischen Details.

Minox war in den 1970er Jahren ein Synonym für höchste technische Qualität im Kleinstformat – siehe Spionagekamera Minox A. Damals beschäftigte das Wetzlaer Unternehmen für Kameras und optische Geräte rund 1.000 Mitarbeiter, was sich inzwischen auf rund 30 Mitarbeiter (Auskunft Wikipedia) im deutschen Hauptsitz reduziert hat. Auch wenn die DC 1422 mit 105 Gramm sehr leicht und Abmessungen von 94 x 57 x 18 Millimetern sehr kompakt ist, hat sie nur noch wenig mit der Qualität von einst gemeinsam. Bei einer Verkaufsempfehlung von 129 EUR kann man dies gewiss nicht erwarten und sollte sich auf die technischen Daten der Kompaktkamera beschränken.

Als Sensor fungiert eine 14 Megapixel große CCD-Elektronik, die eine Farbtiefe von 24 Bit bereitstellt. Somit sind Fotos mit einer Maximalauflösung von 4.288 x 3.216 Bildpunkten möglich. Videos werden im HD-Format mit 720p bei 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Das Minoctar-Objektiv verfügt über eine Brennweite von 25 bis 125 Millimetern (äquivalent zum 35mm Kleinbildformat) und arbeitet mit einer Lichtstärke von 1:3,3 im Weitwinkel und 1:5,8 im Telebereich. Der optische Zoomfaktor leistet eine fünffache und er digitale eine sechsfache Vergrößerung des Motivs. Der Weißabgleich kann automatisch erfolgen oder manuell auf Glühlampe, Tageslicht, Wolken und Kunstlicht eingestellt werden. Bei der Belichtungsmessung kann ebenfalls manuell eingegriffen werden. Der integrierte Blitz kann in den üblichen Modi genutzt werden. In welcher Form eine Szenen- und Motiverkennung erfolgt ist aus der Produktbeschreibung nicht zu entnehmen, das Gleiche gilt für das Existieren einer Bildstabilisierung.

Man muss zwar nicht viel Geld ausgeben, wenn man Besitzer einer Minox DC 1422 werden will, sollte aber abwarten bis erste Tests in punkto Bildqualität veröffentlicht werden.


Leica V-Lux 40: Edle Superzoom-Kamera

Der Herstellername steht seit Jahrzehnten für deutsche Wertarbeit und höchste technische Qualität und ist weltweit dafür bekannt. Mit seiner neuen Kompaktkamera V-Lux 40 stellt er 2012 eine neue Superzoomkamera vor, die über einen enormen Brennweitenbereich verfügt und diese zum idealen Begleiter in allen Situationen macht. Will man sich diese edle Kamera leisten, muss man schon tiefer in den Geldbeutel greifen und rund 590,- an der Kasse bezahlen.

Wenn man nicht gerade so viel Geld ausgeben will oder kann, sollte man sich die Alternative von Panasonic einmal genauer ansehen. Die Lumix DMC-TZ31 ist technisch identisch, steckt jedoch in einem anderen (sehr ähnlichen) Gehäuse und muss bei amazon mit nur rund 335,- bezahlt werden – das ist eine Überlegung wert, wenn man auf den größeren Lieferumgang von Leica verzichten kann. Eine Adobe Elements Version fällt da finanziell nicht so stark ins Gewicht. Der Nachfolger der V-Lux 30 soll einen leistungsstärkeren CMOS-Sensor besitzen, der eine Gesamtgröße von 15,3 Megapixeln besitzt (effektiv 14,1 MP)und mit einer größeren Brennweite auftrumpfen kann. Letztere gibt dem Fotografen eine Kompaktkamera in die Hand, die alle fotografischen Bereich abdecken kann. Mit dem Superweitwinkel bei 24 Millimetern sind tolle Landschafts- und Gruppenbilder möglich. Das Vario Elmar-Objektiv arbeitet dann mit einer Anfangsblende von F/3.3, die sich im Telebereich von 480 Millimetern auf F/6.4 verändert – die Brennweiten entsprechen dem 35mm Kleinbildformat. Das 20fache Zoomobjektiv arbeitet mit seinen 12 Elementen in 10 Gruppen (6 asphärische Elemente in 3 Gruppen) optisch vergrößernd, kann aber durch Zuschaltung des 4fachen digitalen Zooms noch erweitert werden. Das Objektiv eignet sich für Normal- und Makrofotografie gleichermaßen. Man verspricht, dass die VL-40 durch ihre hohen ISO-Werte (100 bis 3.200) für besonders rauscharme Aufnahmen selbst bei schlechtesten Lichtverhältnissen sorgen soll. Dank des optischen Bildstabilisators sollen sogar Freihand-Nachtaufnahmen ohne Qualitätseinbußen möglich werden. Ein schneller Autofokus der auch eine Verfolgerfunktion besitzt sorgt für die nötige Schärfe und macht auch bei Videos eine gute Figur – Full HD ist inzwischen zum Standard in dieser Kameraklasse geworden.

Damit die V-Lux auch den eigenen Urlaub entsprechend dokumentieren kann, hat der Hersteller noch ein GPS-Modul integriert, was die kompakte Kamera auch zur Reisekamera macht. Ob man sich nun für eine edel verpackte Leica oder die deutlich weniger teure Panasonic entscheidet, muss jeder selbst entscheiden – bei beiden ist jedenfalls hohe Bildqualität und viel Spaß beim Fotografieren garantiert.


GE Power Pro G-100: Superzoom-Kamera für kleines Geld

General Imaging ist hierzulande noch relativ unbekannt und bietet jetzt mit seiner G100 aus der Power Pro-Serie eine digitale Kompaktkamera mit besonders starkem Zoomobjektiv an. Die in den Farben Silber, Rot und Schwarz erhältliche Kamera wird bereits für rund 175,- bei amazon angeboten. So ist sie im Mittelfeld der Kompaktkameras angesiedelt und bietet eine gute Ausstattung, die eher bei den Top-Produkten um 300,- EUR zu finden ist.

Eigentlich handelt es sich bei der G100 um eine gelungene Mischung aus Bridgekamera und Kompaktkamera – sie ist nicht ganz so leicht und zierlich wie die üblichen Kompakten, bietet aber eine gute Griffigkeit und das Gefühl eine Kamera in der Hand zu halten. Durch das voll versenkbare Objektiv lässt sie sich bequem in einer kleinen Tasche verstauen und kann problemlos überall mitgenommen werden, ohne aufzufallen. Deutsche Fachzeitschriften haben sich noch nicht mit dem Neuling auseinandergesetzt und so blieb die Recherche auf den englischen Sprachraum beschränkt. Das Fachforum der Webseite digitalcamerainfo.com hatte die Gelegenheit eine G100 testen zu können. Die englischen Kollegen loben das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis und die unerwartet hohe Bildqualität, die man auf Anhieb nicht vermutet hätte. Dazu trägt die gute Gesamtausstattung der Power Pro entscheidend bei.

Angefangen beim 14 Megapixel großen CMOS Sensor, der für eine gute Auflösung der Fotos sorgt, über ein starkes Zoomobjektiv bis hin zu den Motivprogrammen und Automatikfunktionen, bietet die G100 eine ausgezeichnete Ausstattung. Im Weitwinkelmodus von 28 Millimetern bietet das Objektiv eine Anfangsblende von f/3,9 , sowie im Telebereich, der bis 420 Millimeter reicht (Kleinbildformat), mit eine Blende von f/5,9 an. Bei sehr schlechten Lichtverhältnissen sollte man unbedingt den integrierten Blitz nutzen. Bei den Aufnahmefunktionen kann man zwischen automatisch und manuell wählen und diverse Szenenmodi vorwählen. Gesichter, Hunde und Katzen werden im Erkennungssystem gespeichert und eine Blinzel- und Zwinkerfunktion verhindert das Auslösung zum falschen Zeitpunkt. Weitere technische Feinheiten sind im Full HD Videomodus, der High Speed Serienaufnahme mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde und einem sauber arbeitenden Autofokus zu finden.

Die G100 stellt eine interessante Alternative für den Urlaub dar, wenn man nicht gerade so viel Geld zur Verfügung hat, aber keinesfalls auf schöne Urlaubsfotos verzichten möchte. Das vielseitige Objektiv mit seiner enormen Telereichweite und die insgesamt sehr kompakte Bauform machen die G-100 zum idealen Reisebegleiter.


Nikon D800: Erschwingliche Hightech-DSLR

Für rund 2.800,- wird die D800 bei amazon angeboten und kann noch als erschwinglich bezeichnet werden, da diese digitale Spiegelreflexkamera eindeutig dem Profisegment angehört, wo 5stellige Beträge für eine Digitalkamera keine Seltenheit darstellen. Und so kann Nikon seine Spitzenposition im Profibereich weiter untermauern und viele ambitionierte Hobbyfotografen zum Umstieg auf eine Vollformatkamera bewegen.

Das Herzstück bildet der 36,3 Megapixel große CMOS-Sensor, der einen hohen Dynamikumfang sowie einen großen Signal-Rausch-Abstand bietet. Die Datenausgabe erfolgt über 12 Kanäle an den Expeed 3 Bildprozessor, der keine Kompromisse mehr in puncto Geschwindigkeit eingeht und dem Fotografen ein Höchstmaß in der Bildverarbeitung anbietet. Der FX-Format-Sensor ermöglicht eine unvergleichliche Tiefe der Aufnahmen bei höchster Detailtreue, Struktur und Feinheit der Aufnahmen. So sind Vergrößerte Ausdrucke bis DIN A1, bzw. Detailausschnitte mit anschließender Vergrößerung kein Problem mehr – die Bildqualität bleibt voll erhalten, ohne den vollen Tonwertumfang einzubüßen. Im Inneren des Sensors arbeitet ein 14 Bit Analog-Digitalwandler, der nahezu jeder Aufnahmesituation gewachsen sein soll und für brillante Fotos sorgt. Neuartig ist die optimale Ausnutzung des Lichts. Jetzt stehen hohe ISO-Werte nicht mehr im Widerspruch zu einer extremen Auflösung. So hat der Hersteller die Lichtausbeute in jedem technischen Bereich der Kamera optimiert. Dazu gehören der optische Tiefpassfilter, lückenlose Mikrolinsen und Fotodioden im Sensor selbst. Auch die Signalverarbeitung als solches wurde komplett überarbeitet.

Die Motivkontrolle erfolgt via Live-View auf einem 3,2 Zoll großen Display, das mit seiner 8-Zentimeter-Diagonale 921.000 Bildpunkte darstellen kann. Die Helligkeit des Monitors wird automatisch gesteuert und die Antireflexbeschichtung sorgt für einen großen Wiedergabefarbraum. Allerdings kann man auch den Sucher nutzen, der mit 100 Prozent Bildfelsabdeckung für eine volle Motiverkennung sorgt. Dabei kann man zwischen drei Darstellungsmodi wählen: 5:4, 1,2fach und DX-Format mit Markierung des Bildfeldes.

Nikon setzt mit der D800 neue Maßstäbe in puncto Preis-Leistungsverhältnis für die professionelle Fotografie. Ein Höchstmaß an technischen Feinheiten eröffnen dem Fotografen neue Dimensionen.


Nikon D800: Fortschrittliches Motiverkennungssystem

Bei der D800 wurde die leistungsstarke Motiverkennung aus der Spitzenkamera D4 übernommen und somit sorgt ein aufwendiges, aber sehr schnelles Analyseverfahren für die optimale Kameraeinstellung. Neben dem 36 Megapixel großen Vollformat-Sensor arbeitet ein RGB-Sensor mit einer Auflösung von 91.000 Bildpunkten zur Motiverkennung. Dadurch werden dem Fotografen sämtliche manuelle Kameraeinstellungen abgenommen und man kann sich voll und ganz auf das Motiv konzentrieren.

Der RGB-Sensor misst die Farben und den Helligkeitsgrad der Aufnahmesituation, um diese Informationen direkt an die Kamerasteuerung weiterzugeben. Das soll zu besonders natürlichen Ergebnissen in den Aufnahmen führen. Selbst unter Verwendung des optischen Suchers mit 100 Prozent Darstellung erfolgt eine automatische Gesichtserkennung. Gleichzeitig werden Informationen für das hauseigene iTTL-Blitzsteuerungssystem geliefert. So lassen sich der integrierte Blitz und ein Zusatzblitz perfekt steuern – Active 3D-Lightning genannt. Bei der automatischen Motiverkennung werden künstliche wie natürliche Lichtquellen analysiert, um den automatischen Weißabgleich richtig einzusetzen. Dadurch soll eine warme Farbabstimmung, die beispielsweise durch eine Glühlampe hervorgerufen wird, wahrnehmungsgemäß wiedergegeben werden. Sind die Motive klein und bewegen sich schnell, können sie mittels 3D-Tracking-Funktion verfolgt und scharf aufgenommen werden. Die automatische AF-Messfeldsteuerung ermöglicht so scharfe Bilder bei schnellen Bewegungen oder auch Serien in der Porträtaufnahme, wenn nicht genügend Zeit zur manuellen Messung bleibt. Bei sehr schlechten Umgebungslichtverhältnissen greift das erweiterte Autofokusmodul Multi-Cam 3500FX in die exakte Erkennung ein. Die 51 AF-Messfelder arbeiten schon ab einem Lichtwert von -2, bezogen auf ISO 100 bei 20 Grad Celsius. Ab einer Lichtstärke von 1:5,6 im Objektiv arbeiten alle Messfelder de3 Autofokus, was insbesondere für die 15 Kreuzfelder gilt, die Strukturen besonders gut erkennen können. Beim Einsatz von Telekonvertern kann die Lichtstärke auf 1:8 reduziert sein und die verbleibenden 11 zentralen Messfelder sorgen noch immer für eine ausgezeichnete Bildschärfe im Mittenbereich.

Unabhängig von der fortschrittlichen Motiverkennung und der Selbststeuerung der DSLR kann der Fotograf alle Einstellungen manuell vornehmen. Trotzdem ist eine nahezu perfekt arbeitende Automatik sehr verlockend, um sich einzig und allein um das Motiv zu kümmern.


Nikon D800 Kit AF Micro 60mm 2,8D: DSLR mit Makro-Objektiv

Bei der Vielzahl der Nikkor-Objektive des Herstellers kann man guten Gewissens auch ein Makro-Objektiv als Starter-Kit wählen, wenn man gerne kleinste Motive ins Auge fasst. Das 60 Millimeter-Objektiv kann aber auch als Standardobjektiv genutzt werden. Bei einer Fokussierung bis 22 Zentimeter erhält man einen Abbildungsmaßstab von 1:1 und der Korrektionsausgleich soll für eine hohe Bildqualität im Nah- und Fernbereich sorgen.

Die Lichtstärke von 1:2,8 stellt zwar noch keinen Spitzenwert dar, ist aber für fast alle Zwecke bereits ausreichend. Die neue Nikon D800 will mit seinem FX-Format-Bildsensor und einer Auflösung von 36 Megapixeln neue Maßstäbe im professionellen DSLR-Segment setzen. Bei Anschaffungskosten ab 2.500,- (siehe amazon) bewegt sich die Profi-Kamera im unteren Segment und soll mit einem überragenden Autofokussystem für höchste Bildqualität sorgen. So wird die neue 800er gerade für ambitionierte Fotografen interessant, die den Einstieg vom Hobby zur professionellen Aufnahmetechnik wagen wollen. Der neue Full HD-Videomodus erweitert das Einsatzfeld der digitalen Spiegelreflexkamera mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bei 24 bis 30 Bildern pro Sekunde. Der Hersteller lobt die Videoqualität im FX- und DX-Format, dass die Aufnahmen sogar sendefähig sein sollen. Die Ausgabe der Videos erfolgt unkomprimiert über den HDMI-Ausgang mit integrierter HiFi-Audiosteuerung. Das Magnesiumgehäuse ist perfekt verarbeitet und bietet dem Fotografen eine gute Haptik. Besitzer eine D700 müssen allerdings etwas fester zugreifen, um das richtige Griffgefühl zu entwickeln. Ein weiterer Umgewöhnungsfaktor stellt der Aufnahme-Button dar, der dicht neben dem Mode-Knopf platziert ist und sensorisch mit dem Zeigefinger nicht zu unterscheiden ist.

Dem Einsteiger in die professionelle Fotografie steht eine Vielzahl an Hilfsprogrammen zur Seite, die schnell und einfach zum Erfolg führen. Neben dem hochempfindlichen Autofokus, der für Tiefe und Detailreichtum sorgt, hilft das erweiterte Motiverkennungsprogramm mit seinem 91K-RGB-Sensor. Dabei wird das Motiv mit einer Auflösung von 91.000 Bildpunkten auf Lage, Farbe und Helligkeitsgrad analysiert. Die Messfeldsteuerung sorgt für eine exakte Gesichtserkennung und eine 3D-Motivverfolgung. Durch die exakte Analyse werden alle Parameter zur Aufnahme automatisch eingestellt.

Makro-Fotografen werden mit dem D800-Kit viele Möglichkeiten bei Motivauswahl ausschöpfen können und sich auf einen tollen Automatikmodus verlassen.


Rollei Bullet S4 1080p: Lehrt die Konkurrenz das Fürchten

Das relativ kleine Feld der wirklich harten Actionkameras wurde bislang vom amerikanischen Hersteller GoPro dominiert, dessen Preis-Leistungsverhältnis nicht jeden erfreuen konnte. RCP-Technik, hierzulande besser unter dem Traditionsnamen Rollei bekannt, bietet jetzt mit der Bullet 4S eine Outdoor-Kamera mit sehr viel Zubehör, ausgezeichneter Videoqualität zu unschlagbaren 290,- bei amazon an.

Wie das Kürzel 1080p bereits andeutet, ist der Camcorder für eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten ausgelegt und zeichnet gleichzeitig den Ton auf. Zeitlupenaufnahmen mit einer HD-Qualität von 720p sind mit dem 8 Megapixel großen CMOS-Sensor ebenfalls möglich, wie Einzelbilder während der Videoaufnahme. Die Aufzeichnung kann wahlweise im 16:9- oder im 4:3-Format erfolgen. Das Weitwinkelobjektiv besitzt eine Lichtstärke von 1:2,8 und deckt mehrere Bildwinkel ab. So kann man extreme Aufnahmen mit einem Blickwinkel von 175 Grad erstellen, diesen aber auch auf 127 oder 90 Grad reduzieren. Ein 4fach digitalzoom kann das Motiv nach Bedarf vergrößern. Die Steuerung der Kamera erfolgt über eine Fernbedienung, die eine Reichweite von 15 Metern besitzen soll – das erspart dem Kameramann das Mitführen lästiger Kabel. Die Bildkontrolle erfolgt durch ein aufsteckbares 1,4 Zoll großes Display mit Live-View, das eine Auflösung 360 x 240 Bildpunkten bietet. Ein besonderes Schmankerl im reichhaltigen Zubehör stellt das Unterwassergehäuse dar. Der hermetische Verschlussmechanismus gestattet eine Tauchtiefe bis zu 60 Metern und erweitert das Einsatzfeld des Bullet-Camcorders enorm. Weitere Montage-Sets erlauben die Fixierung des Camcorders auf fast jedem Sportgerät – Surfbretter inklusive, wie es auf Sylt bei einem großen Wettbewerb zu sehen ist. Die Konkurrenten lassen sich jedes Zubehörteil vom Montagesockel bis hin zum aufsteckbaren Display separat bezahlen und so kommt unterm Strich im direkten Vergleich ein doppelter Betrag heraus.

Deshalb kann man den Bullet 4S Camcorder von Rollei als gelungen Schlag gegen die amerikanische Konkurrenz betrachten und diesen professionell beim Sport einsetzen. Interessierte sollten sich von der Bildqualität in unterschiedlichen Aufnahmesituationen überzeugen.


Pentax WG-2: Outdoor-Kamera ohne GPS

Eigentlich ist das hier vorgestellte Modell baugleich zum teureren Schwestermodell WG-2 GPS und verzichtet zu Gunsten der Anschaffungskosten auf das Geotagging und reduziert gleichzeitig den Stromverbrauch. Wie schon beim GPS-Modell bemängelt wurde, verzichtet der Hersteller auf die Verwendung eines mechanischen oder optischen Bildstabilisators und lobt stattdessen seinen dreifachen digitalen Verwacklungsschutz – schade, denn gerade bei einer Action-Kamera, die bei amazon ab 275,- käuflich zu erwerben ist, darf man ein wenig mehr Technik erwarten.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, kann man sich nicht mehr mit der Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit und anderen digitalen Mitteln zum Verwacklungsschutz aus der Affäre ziehen, da diese Outdoor-Kamera mit ihren Ausstattungsmerkmalen richtig Spaß bringen kann. Die Robustheit der WG2 steht außer Zweifel und sie kann so vielseitig eingesetzt werden. Das Hauptmerkmal ist das hermetisch geschützte Gehäuse, das eine Tauchtiefe bis zu 12 Metern unbeschadet überstehen soll, wenn der Tauchgang auf zwei Stunden limitiert ist. Gleichzeitig bietet die gute Kapselung der internen Technik auch einen ausgezeichneten Schutz vor Staub und Schmutz – man kann die Kompaktkamera ganz einfach unter fließendem Wasser reinigen. Das knochenförmige Kameragehäuse übersteht einen Sturz aus 150 Zentimetern Höhe mit Aufschlag auf harten Untergrund. Selbst wenn man versehentlich auf die Outdoorkamera tritt und nicht mehr als 100 Kilogramm Druck ausübt, wird man kein knackendes Geräusch eines reißenden Gehäuses zu hören bekommen. Der Hersteller bescheinigt der Actionkamera eine Einsatzfähigkeit bis zu minus 10 Grad Celsius, wodurch sie auch beim Wintersport und Gebirgswanderungen gut genutzt werden kann.

Die restliche optische Ausstattung kann sich sehen lassen und verspricht sehr gute Aufnahmen, auch wenn die Lichtverhältnisse nicht so ideal sind. Dafür wurde ein BSI-CMOS-Sensor mit knapp über 16 Megapixeln verbaut, der auch das Rauschverhalten positiv beeinflusst. Selbst Aufnahmen mit der Nachtschnappschuss-Funktion, die aus vier Einzelbildern ein gutes und scharfes Bild zusammensetzen soll, könnten noch überzeugen, wo andere Kompaktkameras nicht mehr mithalten können.

Für den harrten Einsatz über und unter Wasser ist die WG-2 durchaus empfehlenswert, jedoch bleibt abzuwarten wie sich Fachmagazine über den digitalen Verwacklungsschutz äußern und die Bildqualität im Messlabor beurteilen.


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